Dransdorf

Dransdorf liegt im Nordwesten der Bundesstadt Bonn und ist durch die Bonn-Kölner Bahnstrecke im Norden und die Bonn-Euskirchener Bahnstrecke im Osten begrenzt. Die Südgrenze verläuft quer durch das Meßdorfer Feld, die Westgrenze bildet der Rheinweg. Der Ort liegt etwa vier Kilometer von der Innenstadt entfernt und wird von den Bonner Stadtteilen Endenich, Meßdorf, Tannenbusch und Bonn-West umrahmt. Im Norden liegt die Gemeinde Alfter an der Ortsgrenze. Bedingt durch städtebauliche Sünden und sozialpolitische Fehleinschätzungen Anfang der 1960er Jahre galt Dransdorf lange Jahre als „sozialer Brennpunkt“. Bereits frühzeitig kämpfte man gegen das negative Image des Ortes an und seit den 1990er Jahren ist Dransdorf wieder im Aufwind. Aufwertungsmaßnahmen, wie z. B. das Integrierte Handlungskonzept, Grünzug Bonn-Nord, neue Ortsumgehung, Verkehrsberuhigung) führten dazu, dass sich Dransdorf wieder als lebendiger, lebens- und liebenswerter Stadtteil präsentiert. Maßgeblich an diesem positiven Prozess beteiligt waren und sind die in und für Dransdorf agierenden politischen Kräfte verschiedener Couleur, die zahlreichen Vereine, die aktiv das Ortsgeschehen mitbestimmen und nicht zuletzt die engagierten Mitarbeitern der Bonner Stadtverwaltung. Auf rund 291 Hektar leben knapp 5 000 Einwohner. Seit 1990 ist Dransdorf leicht gewachsen, 2,3 Prozent mehr Menschen wohnen mittlerweile dort.

Die Bevölkerung des Stadtteils ist sehr jung, besonders im Vergleich zu Bonn:

- das Durchschnittsalter beträgt fast 36 Jahre, damit ist der durchschnittliche Dransdorfer vier Jahre jünger als der Durchschnitts-Bonner,
- rund 1300 Menschen unter 18 Jahren wohnen im Ort,
- etwa 670 Einwohner sind 65 oder älter,
- 51 Prozent aller Dransdorfer sind katholisch (Bonn: 41 Prozent),
- nur knapp 15 Prozent evangelisch (Bonn: 23 Prozent)
- Rund 500 Zuwanderer leben im Stadtteil (30 Prozent)
- Das Mietpreisniveau der rund 2 000 Wohnungen entspricht dem Bonner Durchschnitt
- Die Arbeitslosenquote ist mit 22,5 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der Bonner Durchschnitt (9,2 Prozent)

Es gibt rund 3 900 Arbeitsplätze im Stadtteil. Dransdorf hat eine sehr gute Verkehrsanbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz der Stadt. Mit mehreren Buslinien, den Stadtbahnlinien 18 und 68 an der Haltestelle Dransdorf (Vorgebirgsbahn) und den Linien 16 und 63 an der Haltestelle Tannenbusch Süd (Rheinuferbahn) lassen sich innerhalb kurzer Zeit die Innenstadt sowie weitere Zentren erreichen. Mit dem Fahrrad beträgt die Fahrtzeit zur Innenstadt über gut ausgebaute Radwege knapp 15 Minuten.

(Quellen: Statistikstelle Stadt Bonn, General-Anzeiger Bonn, eigene Recherche)


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