2011

Seniorenfahrt am Dienstag, den 18.10.2011

Unsere diesjährige Seniorenfahrt führt uns nach Wuppertal zur Schwebebahn, an den Biggesee zur Staudammbesichtigung und zum anschl. Abendessen nach Neu-Listernohl

Weltbekanntes Wahrzeichen Wuppertals und gewissermaßen die Hauptschlagader des Öffentlichen Personennahverkehrs ist die Schwebebahn

Diese quicklebendige Bahn präsentiert sich nicht nur als Wahrzeichen und Denkmal, sondern auch seit der Einweihung im Jahr 1900 als ein für Wuppertal unentbehrliches Verkehrsmittel.
85.000 Fahrgäste schweben Tag für Tag kreuzungsfrei mit ihr durch die bergische Großstadt. Eis und Schnee stören sie wenig. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h dauert die luftige Fahrt von Endstation zu Endstation knapp 35 Minuten. Insgesamt gibt es an der 13,3 Kilometer langen Strecke 20 Bahnhöfe - vom Jugendstil-Bahnhof Werther Brücke bis zur supermodernen, erst 1999 eröffneten, Glaskonstruktion Kluse.
Die Schwebebahn, die sich "wie ein stahlharter Drachen mit vielen Bahnhofsköpfen und sprühenden Augen über den Fluss legt und wendet", war für die Wuppertaler keine Liebe auf den ersten Blick. Aufgebrachte Bürger schrien Zeter und Mordio, als die traditionsreichen Schwesterstädte Barmen und Elberfeld - erst viel später (1929) schlossen sie sich mit weiteren Gemeinden zur Großstadt Wuppertal zusammen - um die Jahrhundertwende grünes Licht für den Bau des "Tausendfüßlers" gaben. Allen Unkenrufen zum Trotz entpuppte sich die Schwebebahn sehr bald als Lieblingskind der Wuppertaler und Touristen-Attraktion Nummer Eins.
Endgültig weltberühmt wurde die Schwebebahn durch einen jungen Elefanten namens Tuffi. Am 21. Juli 1950 bestieg Tuffi eine Schwebebahn, um für ein Gastspiel des Circus Althoff Reklame zu machen. Ob es ihm im Wagen nun zu hoch oder zu eng war - nach kurzer Fahrt hatte der Elefant den Rüssel gestrichen voll. Er durchbrach die Seitenwand, sprang ins Freie und landete in der Wupper. Das brachte ihm eine Schramme am Po und weltweite Berühmtheit ein.



Die Biggetalsperre

Der Biggesee (auch Biggetalsperre) ist ein 8,76 km⊃2; großer Stausee im Kreis Olpe und dient der Regulierung von Bigge, Lenne und Ruhr sowie der Wasserversorgung unter anderem des Ruhrgebiets.
Der Bau der Biggetalsperre begann im Jahre 1956 und wurde 1965 beendet, die Planungen reichen allerdings bis ins Jahr 1938 zurück. Die aus dem Jahre 1912 stammende Listertalsperre wurde zu einem Vorbecken der neu entstandenen Talsperre. Das Gesamtsystem umfasst ein Stauvolumen von 171,7 Mio. m⊃3;, davon entfallen 150,1 Millionen auf die Bigge- und 21,6 Millionen auf die Listertalsperre. Somit ist die Biggetalsperre vom Fassungsvermögen die fünftgrößte Talsperre Deutschlands. Die Stauseen selbst haben eine Wasserfläche von 8,76 km⊃2; bei einer Länge von etwa 20 km. Die größte Tiefe des Biggesees beträgt bei Vollstau rund 52 m.
Rund 2550 Personen mussten für die Biggetalsperre in die neu erbauten Ortschaften Neu-Listernohl, Sondern-Hanemicke und Eichhagen umgesiedelt werden. Für die neuen Verkehrswege war der Bau von acht großen Talbrücken und 24 kleineren Brücken erforderlich.
Als Sperrbauwerk dient im Fall der Biggetalsperre ein 52 m hoher Felsschüttdamm mit einer Asphaltbeton-Außendichtung.
Im Lauf der Jahre haben sich Biggesee und Listertalsperre zu Touristenmagneten entwickelt.



Neu-Listernohl

Dort wo die Lister in die Bigge mündet, lag das Dorf Listernohl. Als die Fluten der Biggetalsperre es überflutet hatte, entstand unweit des ehemaligen Klosters Ewig auf dem Krähenberg der neue Ort Neu-Listernohl.
Hier lassen wir den schönen Nachmittag ausklingen.



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